Volker Schebesta MdL besucht Caritas-Seniorenzentrum St. Gallus in Zell a.H. – Austausch über Herausforderungen in der Pflege

26. Januar 2026
Volker Schebesta MdL (vierter von links) beim Besuch des Caritas Senioren Zentrums St. Gallus in Zell a.H..

Der Landtagsabgeordnete Volker Schebesta hat das Caritas-Seniorenzentrum St. Gallus in Zell am Harmersbach besucht, um sich im direkten Austausch mit leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einer Auszubildenden ein aktuelles Bild von der Situation in der Pflege zu verschaffen. In dem ausführlichen Gespräch wurden die täglichen Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichteten insbesondere über den gestiegenen bürokratischen Aufwand, schwierige Personaleinsatzplanungen aufgrund von Schichtarbeit und zunehmenden Personalengpässen sowie über steigende Kosten, die auch durch fehlende Zuschüsse der Krankenkassen für medizinische Leistungen verstärkt würden. Zudem wurden Sprachbarrieren bei internationalen Fachkräften und Auszubildenden angesprochen. Diese erschwerten nicht nur die Integration, sondern erhöhten auch die Belastung im Arbeitsalltag und beeinflussten die Kommunikation mit den Pflegebedürftigen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betonten, dass Integration – von ausreichenden Sprachkursen bis hin zu praktischer Begleitung im Arbeitsalltag – weiterhin ein zentraler Baustein für die Fachkräftesicherung sei.
Weitere Themen des Austauschs waren das Pflegekompetenzgesetz, Fragen zur Ausbildungsqualität und -attraktivität, ein ausbaufähiges Notfallkonzept sowie bauliche Einschränkungen durch die Heimbauverordnung, die sich spürbar auf die tägliche Arbeit auswirken. Die Verantwortlichen sahen zudem große Chancen in der Digitalisierung, wiesen jedoch darauf hin, wie wichtig umfassende Schulungen für die Seniorinnen und Senioren im Seniorenzentrum seien, die zunehmend digitale Angebote auch für Verwaltungsangelegenheiten nutzen müssten.
Volker Schebesta MdL betonte nach dem Gespräch: „Die Pflegekräfte im St. Gallus leisten Hervorragendes. Die Rückmeldungen zu Bürokratie, Personaleinsatz, Kosten und Sprachproblemen nehme ich sehr ernst. Es ist wichtig, die Situation direkt aus der Praxis geschildert zu bekommen, damit diese Erfahrungen in politische Entscheidungen einfließen können. Die Pflege braucht stabile Rahmenbedingungen – und dafür müssen Politik, Träger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam an Lösungen arbeiten.“
Mit Blick auf die geschilderten Belastungen kündigte Schebesta an, sich weiterhin für den Bürokratieabbau, eine verlässliche Finanzierung und gute Arbeitsbedingungen einzusetzen. Gerade im ländlichen Raum seien Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Qualifizierung entscheidend, um Pflegeeinrichtungen zu stärken und dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen.